Fernstudium ohne Abitur

Fernstudium ohne Abitur

  • 1. Grundvoraussetzungen
  • 2. Fernstudiengänge ohne Abitur

Ausbildung, Weiterbildung, Meisterschulung – viele Berufstätige streben nach einer erfolgreich abgeschlossenen Weiterbildung den nächsten Karriereschritt an, wollen ihr Wissen erweitern und ein Studium absolvieren. Doch noch einmal die Schulbank drücken, um das Abitur erlangen, kommt für viele nicht in Frage.
Und das ist auch nicht notwendig, denn mit einem Studium an einer deutschen Fernhochschule kannst du unterschiedliche Studiengänge absolvieren und das ganz ohne eine schulische Hochschulzugangsberechtigung. Es gibt es allerdings ein paar Voraussetzungen, um sich an einer Fernhochschule als Student auch ohne ein Abi-Zeugnis einschreiben zu können.

Was sind die Grundvoraussetzungen um ein Fernstudium ohne Abitur beginnen zu können?

Das Kultusministerium in Deutschland hat erst 2009 die Bedingungen für ein Studium ohne Abitur aktualisiert. In Deutschland gibt es dafür die folgenden zwei Möglichkeiten:

1. Eine mindestens 2-jährige, erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung und eine in Deutschland anerkannte und erfolgreich abgeschlossene Fortbildung. Dazu zählen als klassische Hochschulzugangsprüfung (Eingangsprüfung) zum Beispiel die Meister- oder Technikerprüfung oder den Fach- oder Betriebswirt.

2. Eine mindestens 2-jährige, erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung und mindestens 3 Jahre Berufspraxis. Die praktische Berufserfahrung sollte dabei im Optimalfall in der fachlich angestrebten Studienrichtung absolviert sein.

Gibt es noch weitere Zulassungsvoraussetzunen?

Grundsätzlich unterscheiden sich die Zulassungsvoraussetzungen für das Studieren in Deutschland aber weiterhin je nach Bundesland. Hierbei solltest du besonders auch die notwendigen Zulassungsbedingungen für ein Fernstudium in einem anderen Bundesland im Voraus prüfen. Das Alter, die Noten und der Hauptwohnsitz sind dabei zum Beispiel entscheidende Voraussetzungen. Einige Fernhochschulen bieten Studieninteressierten ohne Hochschulzugangsberechtigung die Möglichkeit in besonders begründeten Einzelfällen über eine Hochschulzugangsprüfung (Eingangsprüfung) ein fachlich entsprechendes Studium aufzunehmen. Um sicherzugehen das du alle Voraussetzungen für das Studium bieten kannst, gibt es reichlich Infomaterial von jeder Fernhochschule. Zudem bieten fast alle Fernhochschule die Möglichkeit einer persönlichen und individuellen Beratung an.

Welche Fachrichtungen kann ich auch ohne Abitur studieren?

In Deutschland hast du die Möglichkeit eine Vielzahl an unterschiedlichen Studiengängen an einer Fernhochschule studieren zu können. Dazu zählen beispielsweise die Bachelor-Studiengänge im Personalwesen, der Betriebswirtschaftslehre, im Management oder in der Kommunikations- und Kulturbranche. Diese Studiengänge können insbesondere auch als Erweiterung zum Berufswissen dienen. In einer Berufsausbildung werden die Grundlagen erlernt und während eines Studiums kannst du dieses Wissen erweitern und dir Fachwissen aneignen. Unter bestimmten Voraussetzungen können zudem auch medizinische Studiengänge belegt werden, allerdings ist die Zulassung ohne Abitur nur unter bestimmten Regelungen möglich.

Vorkurse und Prüfungsmodule geben einen ersten Einblick

Doch wie kann ich eigentlich die Gewissheit haben, dass dieses Studium überhaupt zu mir passt? Viele Menschen mit langjähriger Berufserfahrung haben zunächst Hemmungen davor, sich in die reine Theorie zu stürzen. Insbesondere auch, da sie nicht wie Abiturienten direkt von der Schulbank und den Abi-Prüfungen zur Uni kommen. Und auch die Wahl des Studiengangs bringt häufig Verunsicherungen hervor. Doch das sind keinesfalls Hindernisse, denn die meisten Fernhochschulen bieten vor dem Studienbeginn spezifische Vorkurse an, beispielsweise in Mathematik. Im Vorkurs kannst du dich bereits an das Studienfach herantasten und herausfinden ob der Studiengang überhaupt zu dir passt.

Neben der Erweiterung deines Wissens, kann ein Studium dir auch etliche Türen öffnen – für einen steilen Karriereweg in deinem bisherigen Beruf oder auch einer kompletten beruflichen Neuorientierung. Also zögere nicht lange und nutze die Chance, die dir mit einem Fernstudium geboten wird, auch wenn du kein Abitur hast.

Deutschland bietet dir die Möglichkeit zu jedem Zeitpunkt mehr Bildung zu erhalten, dein Wissen zu erweitern, eine Karriere zu machen und einfach einen neuen Schritt zu wagen.

Selbstorganisation im Fernstudium Teil 2: Zeitmanagement

Zeitmanagement im Studium: Prinzipien – Teil 2

Eine der größten Herausforderungen im Fernstudium ist die richtige Organisation und Planung: Ohne Zeitmanagement geht nichts! Das gilt sowohl für die verschiedenen Aspekte deines Alltags, die es zu kombinieren gilt (Job, Studium, Beziehung, Freunde, …), wie auch für die Lerninhalte und Aufgaben im Studium selbst. Wie aber funktioniert ein gutes Zeitmanagement?

Wer sich informiert, findet haufenweise Tipps. Ein Klassiker ist sicherlich das Pareto-Prinzip, das auch 80-zu-20-Prinzip genannt wird. Es ist nach dem italienischen Ökonom und Soziologen Vilfredo Pareto benannt, der feststellte, das sich viele Phänomene auf diese Verteilung zurückführen lassen: Etwa, dass zur damaligen Zeit etwa 20% der Bevölkerung 80% des Bodens besaßen.

Dieses Phänomen wird gerne auf verschiedene Aspekte übertragen, etwa in der Wirtschaft (80% des Umsatzes wird von 20% der Kunden generiert). In Bezug auf das Thema Zeitmanagement bedeutet es: Oftmals werden mit 20% des Aufwands schon 80% der Leistung erzeugt.

Das Pareto-Prinzip ist vor allem eins: Eine Aufforderung, sich nicht zu verzetteln.

Überlege dir immer wieder aufs Neue, welche Aufgaben/Lerninhalte tatsächlich wichtig sind und fokussiere dich auf diese. Niemand kann alles wissen, das liegt in der Natur der Sache. Daher ist es entscheidend, zunächst einen Überblick zu erhalten, Zusammenhänge zu verstehen und dann nach und nach tiefer in die Themen einzusteigen. So weißt du, was auf jeden Fall sorgfältig erledigt werden sollte und was vernachlässigt werden kann.

Falls dir priorisieren manchmal schwer fällt, solltest du dir auch das Eisenhower-Prinzip einmal anschauen: Es wird auch Eisenhower-Matrix genannt, weil es darum geht, Aufgaben nach zwei Bereichen zu kategorisieren: Einmal um den Faktor Wichtigkeit und einmal um Dringlichkeit. Manche Aufgaben sind ganz klar weniger wichtig und weniger dringend und können daher auf die lange Bank geschoben werden. Auch klar ist: Was dringend und wichtig ist, gehört sofort erledigt.

Idealerweise sollten in diesem Fenster allerdings nur wenige Aufgaben stehen – das gelingt dir, wenn du die Dinge bereits bearbeitest, solange sie wichtig, aber noch nicht dringend sind. Die Deadline für eine Hausarbeit beispielsweise steht schon frühzeitig fest. Wirklich gut wird die Arbeit vermutlich nur, wenn du sie bereits angehst, solange sie noch eine nicht-dringend-aber-wichtig-Aufgabe ist.

Welche Prinzipien sind also tatsächlich wichtig?

  • Schreibe deine Aufgaben regelmäßig auf, so behältst du den Überblick.
  • Sortiere sie nach Wichtigkeit und Dringlichkeit – und räume vor allem den wichtigen Dingen Zeit ein, auch wenn sie noch nicht eilig erscheinen
  • Denk an Pareto: Du kannst nicht alles wissen/schaffen. Sei sorgfältig bei wichtigen Dingen – und verzettle dich nicht bei den unwichtigen.

➨ Hier gehts zum ersten Teil der Reihe „Effektives Zeitmanagement im Fernstudium – Teil 1“.

Selbstorganisation im Fernstudium Teil 1: Motivation & Ziele

Selbstorganisation im Fernstudium – Teil 1

Was in einem regulären Präsenzstudium gilt, gilt im Fernstudium erst recht: Eine gute Organisation ist das A und O, wenn diese – meist zusätzliche – Aufgabe gelingen soll. Äußerst hilfreich ist es daher, sich schon zu Beginn einige grundlegende Gedanken zu machen:

Motivation und Ziele klären

Mach dir schon zu Beginn bewusst, aus welchem Grund du studierst: Aus persönlichem Interesse? Um die Karriere voranzutreiben? Wie wichtig ist dir ein Abschluss in Regelstudienzeit, wie wichtig (sehr) gute Noten? Welche Priorität hat dein Studium im Vergleich zu Familie, Job, Hobbies?

Wenn du dir darüber klar bist, was du in welcher Zeit erreichen möchtest, solltest du dir realistische Zwischenziele setzen: Bis wann möchtest du den Stoff für die Klausur X gelernt haben? Bis wann soll die Hausarbeit stehen? Bei dieser Planung ist es wichtig, nicht nur die äußeren Faktoren im Blick zu haben (wann ist die Deadline der Uni?), sondern vor allem ein Blick auf die eigenen zeitlichen Ressourcen zu werfen: Auch wenn die Uni die Hausarbeit erst Ende Mai haben möchte – wenn du von vorneherein weißt, dass du beruflich im Mai sehr eingespannt sein wirst, solltest du dir selbst ein Zeitfenster bis Ende April setzen. Überschätze bei dieser Planung auch nicht die eigene Konzentration und Ausdauer! Jede/r Mensch braucht auch bewusste Pausen und schafft manchmal das vorgenommene Pensum nicht. Daher: Puffer einplanen ist wichtig!

Feste Orte und Zeitfenster

Um den inneren Schweinehund zu zähmen, hilft Routine. Dazu zählen sowohl Zeit als auch Raum: Auch wenn du das verlockende Instagram-Bildchen vom motivierten Studenten im Kopf hast, der mit Laptop und Caffè Latte im sonnigen Café sitzt und ganz nebenbei seine Hausarbeit schreibt – die wenigsten Menschen können sich in dieser Umgebung tatsächlich konzentrieren.

Schaffe dir einen Lernort (zu Hause oder in der Bibliothek), an den du tatsächlich nur gehst, um zu lernen. Lass dort nichts herumliegen außer den Materialien, die du tatsächlich brauchst. Wenn du merkst, dass du eine Pause brauchst, steh auf und geh in einen anderen Raum – so verinnerlichst du, dass an diesem Lernort tatsächlich gearbeitet wird und nicht am Handy die facebook-Timeline überprüft.

Ebenso hilfreich sind feste Lernzeiten: Genauso wie das Fußballtraining eine feste Zeit im Terminkalender hat, solltest du dir feste Lernzeiten setzen – und daran halten. Am Anfang mag das schwer sein und man ist versucht, „doch noch eine halbe Stunde Pause“ zu machen oder „noch schnell dies oder jenes fertig zu machen“. Je mehr du diese Routine aber verinnerlicht hast, desto besser wird dir das Lernen von der Hand gehen.
Wie das Fußballtraining kann natürlich auch das Lernen manchmal ausfallen, wenn es einen guten Anlass gibt. Dann solltest du dir allerdings möglichst einen Nachholtermin überlegen.

Pausen sind wichtig

Es ist nicht nur wichtig, hin und wieder einen freien Nachmittag einzuplanen; auch während einer Lerneinheit ist es sehr wichtig, den Kopf regelmäßig zu entlasten. Stell dir daher am besten einen Wecker und plane alle 25 Minuten eine fünf-Minuten-Pause ein. Die Pause mag manchmal sogar stören, wenn du gerade im „Lernflow“ bist, aber du wirkst merken, dass diese Technik sich insgesamt positiv auf deine Ausdauer auswirkt. Viele, die diesen Rhythmus konsequent praktizieren, fühlen sich nach einer längeren Einheit deutlich weniger erschöpft und müde als diejenigen, die pausenlos durchgelernt haben.

Und darum geht es ja: Den Spaß an der Sache zu behalten. Viel Spaß bei deinem Fernstudium!

 

➨ Hier gehts zum zweiten Teil der Reihe „Effektives Zeitmanagement im Fernstudium – Teil 2“.

Ist ein Fernstudium das richtige für mich?

Ist ein Fernstudium das richtige für mich?

Theoretisch klingt das ganz wunderbar: Die Kombination von Beruf und Fernstudium ermöglicht es dir, deinen Lebensstandard zu halten, im Job weiter Erfahrungen zu sammeln, nicht umziehen zu müssen – und gleichzeitig kannst du deinen Interessen nachgehen, dazulernen und, ganz nebenbei, dadurch sogar einen (weiteren) Hochschulabschluss erwerben.

Praktisch ist das zwar alles richtig; es gehört aber zweifelsfrei auch viel Arbeit dazu. Damit das Studium dir nicht am Ende über den Kopf wächst, solltest du dir vorher gut überlegen, ob das Fernstudium zu dir und deiner momentanen Lebenssituation passt.

Die Rahmenbedingungen

Die Fragen nach den äußeren Rahmenbedingungen lassen sich verhältnismäßig einfach beantworten. Wie oft im Leben geht es vor allem um Zeit und Geld:

Ein Fernstudium an einer Fernuniversität oder Fernhochschule ist nicht umsonst. Die Gesamtsumme mag erst einmal abschreckend wirken und macht es schwierig, sich den Einfluss auf den Alltag vorzustellen. Daher ist es sinnvoll, die Kosten auf den Monat umzurechnen und sich dann gut zu überlegen, ob man diesen Betrag investieren kann oder möchte. Dabei hilft es, sich vorzustellen, wie sich diese Investition auf die Karriere – und damit auf das künftige Gehalt – auswirken kann.

Zweitens geht es um die Zeit. Möchtest du in Vollzeit studieren, bedeutet das ca. 40 Arbeitsstunden pro Woche; in Teilzeit handelt es sich um ca. 20 Stunden. In anderen Worten heißt das beispielsweise: Du setzt dich werktags nach der Arbeit noch für 2 bis 2,5 Stunden an den Schreibtisch, und noch einmal acht am Samstag. 

Das ist nicht zu unterschätzen, überlege dir daher gut, ob du diese Zeit überhaupt erübrigen kannst: Arbeitest du in Voll- oder Teilzeit? Hast du Familie? Hobbys, die du intensiv betreibst? Wichtig ist bei dieser Überlegung nicht nur, wie dein Leben heute aussieht. Ein Bachelorstudium, regulär drei Jahre, dauert in Teilzeit sechs Jahre. Ist es realistisch, dass du auch in Zukunft so viel Zeit aufwenden kannst?

Vorteile (Fern-)Studium während der Berufstätigkeit vs. Präsenzstudium:

Viele Fernstudiengänge sind flexibel, oft ist sogar ein Wechsel zwischen Teil- und Vollzeit möglich. Du kannst also in Teilzeit beginnen und in zwei, drei Jahren (zum Beispiel in der Elternzeit oder einem Sabbatjahr) auf Vollzeit wechseln, um die Studiendauer zu verkürzen. Da viele Arbeitgeber, Personalchefs bzw. Personalentscheider die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter sehr positiv sehen, ist es auch häufig möglich, während der Fortbildung um ein paar Stunden zu reduzieren – dadurch bleibt die tägliche Arbeitsbelastung im Rahmen. Einige Fernhochschulen bieten ihren Studierenden mittlerweile auch die Möglichkeit an, Prüfungen Online abzulegen. So kannst du dein Studium beenden, ohne zeitaufwändige Präsenztermine wahrnehmen zu müssen. 

>> Übersicht über Fernhochschulen mit hoher Flexibilität, dank reinem Online-Studium (Online-Klausur ohne verpflichtende Präsenztermine), findest du hier.

Die persönlichen Voraussetzungen

Wie man so schön sagt: Wo ein Wille ist, ist auch ein weg. Daher ist die Frage nach deiner Motivation und deinen persönlichen Voraussetzungen wohl die wichtigere – und auch die, die schwerer zu beantworten ist.

Ein Fernstudium erfordert neben der eigenen Motivation und dem klaren Ziel vor Augen auch ein gutes Zeitmanagement. Wenn auch Familie, Freunde und Hobbys nicht zu kurz kommen sollen, musst du dir eine Zeit gut einteilen. Es hilft, Prioritäten zu setzen, die Woche im Voraus zu organisieren und feste Lernzeiten einzuplanen. Um sich auch daran zu halten, ist Disziplin und Ausdauer natürlich Voraussetzung.

Hilfreich ist es auch, Freunde und Familie zu fragen, ob sie dein Vorhaben unterstützen: Haben sie Verständnis, wenn du weniger Zeit für sie aufbringen kannst?

Am wichtigsten ist es aber, ehrlich zu sich selbst zu sein: Mach dir bewusst, ob der Typ dafür bist, selbstgesteckte Ziele diszipliniert einzuhalten. Überprüfe, welche Motivation du für das Studium mitbringst und ob diese ausreicht, dich auch über einen längeren Zeitraum zu motivieren.

Wenn du das Gefühl hast, du schaffst das: Dann los!

Wenn du willst, schaffst du das auch – und hast in ein paar Jahren deinen Abschluss in der Tasche!

Studieren in der Elternzeit

Studieren in der Elternzeit

Macht das Sinn?

Die Geburt des ersten Kindes ist ein großer Einschnitt im Leben: Nicht nur der Alltag steht auf einmal Kopf; auch viele Werte und Ziele verändern sich. Für viele ist die Familiengründung eine Phase, in der man sich erneut fragt: Was möchte ich im Leben erreichen? Was ist mir wichtig?

Daher ist es nicht erstaunlich, dass immer mehr Eltern – Mütter wie Väter – auch die Elternzeit nutzen, um ein erstes oder zweites Studium zu beginnen. Das geschieht beispielsweise aus dem Wunsch heraus, den Anschluss an den Beruf nicht zu verlieren und auf dem aktuellen fachlichen Stand zu bleiben; oder um nach der Elternzeit Karriere zu machen und das Einkommen zu erhöhen. Verständlich, denn mit Kind kommen auch deutlich größere Ausgaben auf die junge Familie zu.

Neben den beruflichen Gründen geben viele studierenden Eltern an, dass es ihnen schlicht Spaß macht: Nach einem langen Tag mit Haushalt, Sandkasten und Bauklötzen kann es sehr bereichernd sein, den Kopf geistig zu fordern und etwas für die eigene Weiterbildung zu tun.

Der rechtliche Rahmen

Um in der Elternzeit studieren zu können, müssen natürlich die Rahmenbedingungen stimmen: Der Staat sieht vor, dass Eltern bis zu drei Jahre Anspruch auf Elternzeit haben – das heißt, es besteht ein Rechtsanspruch, nach (bis zu) drei Jahren auf den selben oder einen vergleichbaren Arbeitsplatz zurückkehren zu dürfen.
Für die ersten 12 bis 14 Monate besteht zusätzlich Anspruch auf Elterngeld: Auch das Auskommen ist also zu einem gewissen Grad gesichert.

Um diese Ansprüche nicht zu verwirken, ist es zwar nicht möglich, einer Erwerbsarbeit von mehr als 30 Stunden nachzugehen; einem (Fern-)Studium steht jedoch nichts im Wege.

Studieren in der Elternzeit: Möglichst flexibel

Auch wenn man sich im Vorfeld umfassend informiert: Im Vorfeld kann man nie wissen, wie der Alltag mit Kind aussehen wird. Während manche Kinder schon früh durchschlafen, ist bei anderen nicht daran zu denken – und in beiden Fällen kann das nach drei Monaten wieder ganz anders aussehen. Daher ist ein flexibles Studium das wichtigste.

Fernstudiengänge punkten in diesem Punkt von vorneherein, da sie wenige Präsenzphasen erfordern und das Lernen deshalb räumlich und zeitlich nach den eigenen Vorstellungen (und denen des Kindes …) erfolgen kann.

Um den besten Studiengang zu finden, lohnt es sich, Informationsmaterial anzufordern und gezielt nachzufragen: Wie schnell lässt sich eine Klausur wiederholen, falls das Kind krank wird? Wie verhält es sich mit den Kosten, falls ein Semester ausgesetzt oder angehängt wird?
Viele Fernuniversitäten sind hier entgegenkommend und unterstützen gerne.

Los geht’s

Ganz klar: Ein gutes soziales Netz ist für junge Eltern ohnehin wichtig; wenn du parallel studierst ist, erst recht. Aber wer über ein solches Umfeld verfügt und den passenden Studiengang für sich gefunden hat, kann die Elternzeit doppelt nutzen – und punktet beim Vorgesetzten sogar, ohne im Büro zu sein.

Fernstudium oder Präsenzstudium

Fernstudium oder Präsenzstudium? – Ein Überblick

Wo liegen die Unterschiede?

Ganz klar: Der klassische Student pendelt (mehr oder weniger täglich) an die Uni, besucht Vorlesungen und Seminare, hält Referate vor Kommilitonen und büffelt in der Bibliothek. Das zumindest ist das Bild, das die meisten Menschen als erstes im Kopf haben.

Tatsächlich gibt es immer mehr Studierende, die ein Fernstudium vorziehen und dieses Angebot nicht missen wollen. Was aber verbirgt sich hinter diesem Begriff konkret?

Das Fernstudium

So wenig, wie es „ein Studium“ gibt, gibt es „ein Fernstudium“. Die größte Gemeinsamkeit und gleichzeitig der größte Vorteil ist die hohe Flexibilität: Du kannst weiter deiner Ausbildung oder deinem Beruf nachgehen und parallel dazu einen höheren Abschluss anstreben – und da und dort lernen, wie es dir passt.
Dabei lässt sich auch der Umfang frei gestalten: Auch beim Fernstudium ist es oft möglich, zwischen einem Teilzeitstudium mit etwa 20 Wochenstunden und einem Vollzeitstudium mit doppeltem Pensum zu wählen.

Für Vollzeit-Berufstätige kommt in der Regel „nur“ ein Teilzeit-Studium in Frage. Es lohnt sich aber, dieses Vorhaben mit dem Arbeitgeber zu besprechen: Eigeninitiative und Weiterqualifizierung kommen in Unternehmen sehr gut an. Sehr viele Chefs sind daher bereit, einen Teil der Studiengebühren zu finanzieren und/oder die Arbeitszeit für einen gewissen Zeitraum zu reduzieren.

Wer ein Fernstudium an einer Fernuniverstität anstrebt, sollte sich aber auch bewusst machen, dass die zusätzliche Arbeitsbelastung nicht zu unterschätzen ist. Gerade, wenn die letzte Lernphase – in Schule, Ausbildung oder im Erststudium – schon ein wenig zurückliegt, fällt es dir am Anfang vielleicht schwer, dich nach einem langen Arbeitstag noch zusätzlich zu motivieren. Als Konsequenz dauert es bis zum Abschluss vielleicht länger als geplant. 

>> Tipps zur Motivation und Zeitmanagement

Einfacher wird das Lernen, wenn man von vornherein den passenden Studiengang wählt: Manche Fernstudiengänge beinhalten einige wenige Präsenzphasen, die am Wochenende stattfinden und so – trotz Entfernung – einen engen und persönlichen Austausch mit Dozierenden und Kommilitonen ermöglichen. Andere sind als reine Online-Studiengänge konzipiert und stellen den Lernstoff interaktiv zur Verfügung: Beispielsweise eingebunden in Videos und Animationen.

Fernstudium oder Präsenzstudium? Was passt zu mir?

Sicherlich hat das klassische Studium an einer Präsenzuniversität viele Vorteile: Wer sich voll und ganz auf sein Fach konzentrieren kann, dem fällt das Lernen meist leichter. Offene Fragen lassen sich direkt nach der Vorlesung mit den Dozierenden besprechen und der Austausch mit Kommilitonen über fachspezifische Themen ist bereichernd und macht Spaß. Wer direkt von der Schule kommt, kann sich auch meist gut auf einen einfacheren Lebensstil einlassen und diese Zeit als Investition sehen, die sich später auszahlt.

Die Entscheidung für eine Präsenz- oder Fernuniversität ist daher keine Entscheidungen zwischen dem besseren oder schlechteren Studium; es geht vielmehr um die Frage, welche Art zu studieren zu dir und deiner Situation passt.

Wenn du eine klare Struktur benötigst und auf dein Einkommen eine Zeitlang verzichten kannst, kann ein Präsenzstudium das richtige sein: Anwesenheitspflicht in den Veranstaltungen stellt sicher, dass du dich regelmäßig mit den Inhalten auseinandersetzt.

Wenn du es dir zutraust, deinen Alltag selbst zu strukturieren, eine hohe Flexibilität zu nutzen weißt und nicht für einen gewissen Zeitraum auf dein Einkommen verzichten möchtest oder kannst, lohnt es sich auf jeden Fall, dich näher mit Fernstudiengängen zu beschäftigen. 

Viele auf das Online-Studium ausgerichtete Fernhochschulen helfen dir auch dabei, dich mit Kommilitonen zusammen zu führen. Der Austausch findet hier beispielsweise über Whatsappgruppen oder geschlossenen Foren statt, die helfen sollen, Lerngruppen zu bilden oder sich vor Prüfungen auszutauschen. Die hohe Flexibilität der meisten Fernhochschulen gibt dir also genügend Freiraum deine persönliche Lernmethodik zu finden und auszuüben.

Wenn du dir nicht sicher bist, ob du ein Fernstudium in deinen Alltag integrieren kannst, dann nutze das Angebot der Fernhochschulen und teste für 4 Wochen kostenlos deinen Wunschstudiengang.

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