By : FernstudiumSuche 01/11/2017 Comments off

Selbstorganisation im Fernstudium – Teil 1

Was in einem regulären Präsenzstudium gilt, gilt im Fernstudium erst recht: Eine gute Organisation ist das A und O, wenn diese – meist zusätzliche – Aufgabe gelingen soll. Äußerst hilfreich ist es daher, sich schon zu Beginn einige grundlegende Gedanken zu machen:

Motivation und Ziele klären

Mach dir schon zu Beginn bewusst, aus welchem Grund du studierst: Aus persönlichem Interesse? Um die Karriere voranzutreiben? Wie wichtig ist dir ein Abschluss in Regelstudienzeit, wie wichtig (sehr) gute Noten? Welche Priorität hat dein Studium im Vergleich zu Familie, Job, Hobbies?

Wenn du dir darüber klar bist, was du in welcher Zeit erreichen möchtest, solltest du dir realistische Zwischenziele setzen: Bis wann möchtest du den Stoff für die Klausur X gelernt haben? Bis wann soll die Hausarbeit stehen? Bei dieser Planung ist es wichtig, nicht nur die äußeren Faktoren im Blick zu haben (wann ist die Deadline der Uni?), sondern vor allem ein Blick auf die eigenen zeitlichen Ressourcen zu werfen: Auch wenn die Uni die Hausarbeit erst Ende Mai haben möchte – wenn du von vorneherein weißt, dass du beruflich im Mai sehr eingespannt sein wirst, solltest du dir selbst ein Zeitfenster bis Ende April setzen. Überschätze bei dieser Planung auch nicht die eigene Konzentration und Ausdauer! Jede/r Mensch braucht auch bewusste Pausen und schafft manchmal das vorgenommene Pensum nicht. Daher: Puffer einplanen ist wichtig!

Feste Orte und Zeitfenster

Um den inneren Schweinehund zu zähmen, hilft Routine. Dazu zählen sowohl Zeit als auch Raum: Auch wenn du das verlockende Instagram-Bildchen vom motivierten Studenten im Kopf hast, der mit Laptop und Caffè Latte im sonnigen Café sitzt und ganz nebenbei seine Hausarbeit schreibt – die wenigsten Menschen können sich in dieser Umgebung tatsächlich konzentrieren.

Schaffe dir einen Lernort (zu Hause oder in der Bibliothek), an den du tatsächlich nur gehst, um zu lernen. Lass dort nichts herumliegen außer den Materialien, die du tatsächlich brauchst. Wenn du merkst, dass du eine Pause brauchst, steh auf und geh in einen anderen Raum – so verinnerlichst du, dass an diesem Lernort tatsächlich gearbeitet wird und nicht am Handy die facebook-Timeline überprüft.

Ebenso hilfreich sind feste Lernzeiten: Genauso wie das Fußballtraining eine feste Zeit im Terminkalender hat, solltest du dir feste Lernzeiten setzen – und daran halten. Am Anfang mag das schwer sein und man ist versucht, „doch noch eine halbe Stunde Pause“ zu machen oder „noch schnell dies oder jenes fertig zu machen“. Je mehr du diese Routine aber verinnerlicht hast, desto besser wird dir das Lernen von der Hand gehen.
Wie das Fußballtraining kann natürlich auch das Lernen manchmal ausfallen, wenn es einen guten Anlass gibt. Dann solltest du dir allerdings möglichst einen Nachholtermin überlegen.

Pausen sind wichtig

Es ist nicht nur wichtig, hin und wieder einen freien Nachmittag einzuplanen; auch während einer Lerneinheit ist es sehr wichtig, den Kopf regelmäßig zu entlasten. Stell dir daher am besten einen Wecker und plane alle 25 Minuten eine fünf-Minuten-Pause ein. Die Pause mag manchmal sogar stören, wenn du gerade im „Lernflow“ bist, aber du wirkst merken, dass diese Technik sich insgesamt positiv auf deine Ausdauer auswirkt. Viele, die diesen Rhythmus konsequent praktizieren, fühlen sich nach einer längeren Einheit deutlich weniger erschöpft und müde als diejenigen, die pausenlos durchgelernt haben.

Und darum geht es ja: Den Spaß an der Sache zu behalten. Viel Spaß bei deinem Fernstudium!

 

➨ Hier gehts zum zweiten Teil der Reihe „Effektives Zeitmanagement im Fernstudium – Teil 2“.

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