By : FernstudiumSuche 22/10/2017 Comments off

Studieren in der Elternzeit

Macht das Sinn?

Die Geburt des ersten Kindes ist ein großer Einschnitt im Leben: Nicht nur der Alltag steht auf einmal Kopf; auch viele Werte und Ziele verändern sich. Für viele ist die Familiengründung eine Phase, in der man sich erneut fragt: Was möchte ich im Leben erreichen? Was ist mir wichtig?

Daher ist es nicht erstaunlich, dass immer mehr Eltern – Mütter wie Väter – auch die Elternzeit nutzen, um ein erstes oder zweites Studium zu beginnen. Das geschieht beispielsweise aus dem Wunsch heraus, den Anschluss an den Beruf nicht zu verlieren und auf dem aktuellen fachlichen Stand zu bleiben; oder um nach der Elternzeit Karriere zu machen und das Einkommen zu erhöhen. Verständlich, denn mit Kind kommen auch deutlich größere Ausgaben auf die junge Familie zu.

Neben den beruflichen Gründen geben viele studierenden Eltern an, dass es ihnen schlicht Spaß macht: Nach einem langen Tag mit Haushalt, Sandkasten und Bauklötzen kann es sehr bereichernd sein, den Kopf geistig zu fordern und etwas für die eigene Weiterbildung zu tun.

Der rechtliche Rahmen

Um in der Elternzeit studieren zu können, müssen natürlich die Rahmenbedingungen stimmen: Der Staat sieht vor, dass Eltern bis zu drei Jahre Anspruch auf Elternzeit haben – das heißt, es besteht ein Rechtsanspruch, nach (bis zu) drei Jahren auf den selben oder einen vergleichbaren Arbeitsplatz zurückkehren zu dürfen.
Für die ersten 12 bis 14 Monate besteht zusätzlich Anspruch auf Elterngeld: Auch das Auskommen ist also zu einem gewissen Grad gesichert.

Um diese Ansprüche nicht zu verwirken, ist es zwar nicht möglich, einer Erwerbsarbeit von mehr als 30 Stunden nachzugehen; einem (Fern-)Studium steht jedoch nichts im Wege.

Studieren in der Elternzeit: Möglichst flexibel

Auch wenn man sich im Vorfeld umfassend informiert: Im Vorfeld kann man nie wissen, wie der Alltag mit Kind aussehen wird. Während manche Kinder schon früh durchschlafen, ist bei anderen nicht daran zu denken – und in beiden Fällen kann das nach drei Monaten wieder ganz anders aussehen. Daher ist ein flexibles Studium das wichtigste.

Fernstudiengänge punkten in diesem Punkt von vorneherein, da sie wenige Präsenzphasen erfordern und das Lernen deshalb räumlich und zeitlich nach den eigenen Vorstellungen (und denen des Kindes …) erfolgen kann.

Um den besten Studiengang zu finden, lohnt es sich, Informationsmaterial anzufordern und gezielt nachzufragen: Wie schnell lässt sich eine Klausur wiederholen, falls das Kind krank wird? Wie verhält es sich mit den Kosten, falls ein Semester ausgesetzt oder angehängt wird?
Viele Fernuniversitäten sind hier entgegenkommend und unterstützen gerne.

Los geht’s

Ganz klar: Ein gutes soziales Netz ist für junge Eltern ohnehin wichtig; wenn du parallel studierst ist, erst recht. Aber wer über ein solches Umfeld verfügt und den passenden Studiengang für sich gefunden hat, kann die Elternzeit doppelt nutzen – und punktet beim Vorgesetzten sogar, ohne im Büro zu sein.

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